Gemeinde Godern, Godern, Gemeinde, Schwerin, Strand

Aktuelles aus der Ortschaft Godern

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Montag, 9. Januar 2012


Neues Ortsschild für Godern aufgestellt.

An der Ortseinfahrt von Godern, aus Schwerin kommend, steht jetzt ein neues Ortsschild. Es zeigt an, dass das Dorf zur Gemeinde Pinnow im Großkreis Ludwigslust-Parchim gehört.

Zu Jahresbeginn fusionierte die einst selbstständige Gemeinde mit der Nachbarkommune. An der genannten Ortseinfahrt war das alte Schild abhandengekommen.

Goderner vermuteten, dass es vor dem Zusammenschluss mit Pinnow ein begehrtes Sammlerobjekt war. Um Kraftfahrer aber nicht zu irritieren, wurde vorrübergehend ein Verkehrszeichen mit Tempo 50 aufgestellt. Dieses ist nun durch die neue Ortseingangstafel ersetzt worden.

An den anderen Zufahrten sind allerdings noch die alten Godern Schilder zu sehen.




Text: SVZ

 

Sonntag, 1. Januar 2012


Godern wird zum Ortsteil von Pinnow

 

Ab 1. Januar 2012 gehört Godern zu Pinnow. Die bislang selbstständige Gemeinde wird ein Ortsteil. Die größer gewordene Kommune zählt dann insgesamt 1900 Einwohner, Pinnow hat allein 1600, Godern 300.

Das erste gemeinsame Projekt, das beide Dörfer anstreben, ist der Ausbau des Verbindungsweges zwischen den Orten. "Der Weg ist derzeit in einem miserablen Zustand", sagt Pinnows Bürgermeister Andreas Zapf. Es handelt sich um den ehemaligen Kirchsteig, der, so schätzt Zapf, vor 40 oder 50 Jahren einen Belag erhielt. Kein Wunder also, dass die Straße so heruntergekommen sei. Ihr Ausbau ist in dem Fusionsvertrag schriftlich verankert worden. Immerhin handelt es sich um die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Kommunen. Und wenn die Dörfer enger zusammenrücken wollen, sei dies nur eine vernünftige Schlussfolgerung, meint der amtierende Bürgermeister von Godern, Hans-Ulrich Helms.

Bis zur Gemarkungsgrenze von Godern ist die Straße bereits vor einigen Jahren erneuert worden. Der weitaus größte Teil der Strecke liegt auf der Pinnower Seite. Der etwa vier Kilometer lange Abschnitt soll von Grund auf erneuert werden, erklärt Pinnows Bürgermeister Zapf. Die Planung dafür liegt bereits vor. Die Kosten des Projekts werden auf 100 000 Euro geschätzt. Realisiert werden kann das Vorhaben aber nur, so Zapf, wenn auch Fördermittel fließen. Beantragt sind sie bereits. Sobald diese bestätigt sind, könnte es mit dem Bauen losgehen. "Wir rechnen damit im Frühjahr nächsten Jahres."

Eingestellt hat die Gemeinde Pinnow bereits einen neuen Gemeindearbeiter. Er kommt aus Godern und verstärkt das kleine Team mit den beiden anderen Gemeindearbeitern. Godern lässt seine Grünflächen und öffentlichen Anlagen von einer Fremdfirma pflegen. Der Vertrag läuft im nächsten Sommer aus. Danach werden auch hier sämtliche Grünanlagen, die in kommunalen Verantwortung liegen, von den drei Gemeindearbeitern betreut, blickt Zapf voraus. Wichtig sei, dass die Goderner gleich einen Ansprechpartner vor Ort haben.

Wann neue Ortseingangsschilder in Godern aufgestellt werden, ist noch fraglich. Zapf: "Wir haben keinen Zeitdruck und wollen abwarten, ob sich der Kreisname eventuell noch ändert. Daher bleiben die Schilder erst einmal alle so stehen."

Bestehen bleiben werden auch die Feuerwehren in beiden Orten - als Ortsfeuerwehren. Ihnen steht ein Gemeindewehrführer vor. Die Senioren- und Vereinsarbeit wird in beiden Dörfern wie gehabt weitergeführt. Wenn es künftig hier zu engeren Verbindungen komme, sei es nur wünschenswert, meint Zapf. In Pinnow gibt es u. a. den Sportverein, den Heimat- und Kulturverein sowie den Reitverein.

Leicht gemacht haben sich die Goderner die Fusions-Entscheidung nicht. In Sitzungen der Gemeindevertreter und auf Einwohnerversammlungen wurde das Zusammengehen mit der Nachbargemeinde ausführlich beraten - und abgestimmt. Wichtigster Grund für den Zusammenschluss ist die schlechter werdende Finanzausstattung der Gemeinde Godern gewesen. "Wir sind froh, dass wir noch den Ausbau des alten Gehweges entlang der Schweriner Straße zum Radweg finanzieren konnten", sagt Helms.


Die gemeinsame Zukunft der Dörfer Pinnow und Godern haben die Bürgermeister beider Gemeinden am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, besiegelt: Andreas Zapf für Pinnow und Hans-Ulrich Helms für Godern. Foto: Archiv

 




 

Fotos: Die gemeinsame Zukunft der Dörfer Pinnow und Godern haben die Bürgermeister beider Gemeinden am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, besiegelt: Andreas Zapf für Pinnow und Hans-Ulrich Helms für Godern.

Text und Bild: SVZ, Pätzold

 

Donnerstag, 15. Januar 2011


Letzte Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Godern

Am 15. Dezember 2011 fand die letzte Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Godern statt. Hieran nahmen einige der bisherigen Gemeindevertreter, der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Ostufer Schweriner See Bernd Cordes und die neuen Gemeindevertreter der Gemeinde Pinnow teil.

Der amtierende Bürgermeister Hans-Ulrich Helms blickte in seiner Rede ein wenig zurück in die Geschichte, bedankte sich bei allen Aktiven in der Gemeinde und wünschte den neuen Vertretern im Pinnower Gemeinderat viel Erfolg.

 


 

 

Text: Volker Helms
Bilder: Hans Wisolek

 

 

Dienstag, 13. Dezember 2011

Einladung zur Einwohnerversammlung und zum Neujahrsempfang 2012

 

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner !

 

Die Gemeindevertretung Godern lädt recht herzlich aus aktuellem Anlass in folgender Kombination Einwohnerversammlung / Neujahrsempfang ein.

Treffpunkt ist am 13.01.2012 um 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus in 19065 Godern, Amselweg 1a


Wichtige Tagesordnungspunkte sind:

  1. Bilanz des Jahres 2011 und Ausblick 2012
  2. Vorschläge für die Wahl des Ortsvorstehers und dessen Stellvertreter
  3. Wahl des Ortsvorstehers/der Ortsvorseherin und seines Stellvertreters/seiner Stellvertreterin
  4. Diskussion über Ihre Anregungen und Hinweise zu gemeindlichen Belangen

 

Zu  jedem TOP besteht die Möglichkeit sich im Vorab in der Bürgersprechstunde zu informieren und Vorschläge zu unterbreiten.

Das Gemeindebüro ist für Sie jeden Donnerstag ab 18.00 Uhr geöffnet.

 

Mit freundlichen Gruß

 

Hans-Ulrich Helms
1.Stellv. d. Bürgermeisters


 

Montag, 5. Dezember 2011

Goderner wählten ihre drei Gemeindevertreter

Drei Goderner werden ab Januar die Gemeindevertretung von Pinnow verstärken.

Aus dem Bericht des Vorsitzenden Ulf Th. Claassen des Gemeindewahlausschusses:

 

266 Wahlberechtigte
26 mal Briefwahlunterlagen beantragt
292 Gesamtzahl der Wähler

 

140 Wähler machten von ihrem Wahlrecht persönlich gebrauch,
25 Briefwahlunterlagen gingen am Wahltag ein (ein Briefwähler sandte die Unterlagen nicht ein)

Jeder Wahlberechtigte hatte drei Stimmen.

Es wurden insgesamt 401 gültige (auf einem Stimmzettel nur 2 Stimmen)  und 18 ungültige Stimmen gezählt


Ergebnis:

 

Kandidat Erhaltene Stimmen Partei
Volker Helms
132
Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Bernd Komischke
65
Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Monika Kümmel
52
Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Sebastian Harms
20
Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Frank Hüttenrauch
10
Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Ingrid Herkner
122
Einzelbewerberin
     
Summe:
401
 

 

Sitzverteilung: 1.Helms 2.Herknert 3.Komischke
Nachrücker (nur für Wählergemeinschaft): Kümmel, Hüttenrauch, Harms

 

6 Stimmzettel wurden vom Gemeindewahlausschuss einstimmig als ungültig bestätigt, die Wahl wurde insgesamt einstimmig bestätigt.

Ende der Zusammenfassung ohne Gewähr.

 

Die Wahlbeteiligung lag bei 47,9 Prozent.


Die Gemeindevertretung Pinnow zählt derzeit zwölf Gemeindevertreter. Mit Jahresbeginn, dem Inkrafttretten des Zusammenschlusses, werden es dann 15 Gemeindevertreter sein. Bürgermeister ist Andreas Zapf.

 

Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses

Ulf Th. Claassen


 

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Goderner wählen ihre zusätlichen Gemeindevertreter

 

Wegen der Gemeindefusion zwischen Pinnow und Godern, die am 1. Januar nächsten Jahres in Kraft tritt, wird in Godern eine Ergänzungswahl notwendig.

 

Es sind drei zusätzliche Gemeindevertreter in die Gemeindevertretung Pinnow zu wählen.

 

Diese Wahl findet am Sonntag, dem 4. Dezember, von 8 bis 18 Uhr im Gemeindehaus Godern, Alte Dorfstraße 6, statt.

 

Sechs Kandidaten treten zur Wahl an.

 

Volker Helms Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Bernd Komischke Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Monika Kümmel Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Sebastian Harms Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Frank Hüttenrauch Wählergemeinschaft Godern und Neu-Godern
Ingrid Herkner Einzelbewerberin

 

Text: SVZ


 

Montag, 10. Oktober 2011

Pinnow plus Godern: Gemeinsame Zukunft am Tag der Einheit besiegelt

Das wollten sich viele Pinnower und Goderner nicht entgehen lassen: Einwohner aus beiden Gemeinden kamen gestern Abend zum Feuerwehrhaus von Godern, um bei der Unterzeichnung des Fusionsvertrages beider Orte dabei zu sein. Andreas Zapf (Pinnow) und Hans-Ulrich Helms (Godern) setzten ihre Unterschriften unter die ausgehandelten Papiere. Zum Jahreswechsel tritt der Vertrag in Kraft, Godern wird zum Ortsteil von Pinnow.


Hans-Ulrich Helms, amtierender Bürgermeister Goderns, blickte nochmals zurück und betonte, dass es vor allem die immer schlechter werdende Finanzausstattung der Gemeinde war, die die Goderner dazu brachte, Fusionsgespräche mit dem Nachbarn zu suchen. Die gute Atmosphäre in den Verhandlungen mit den Pinnowern und das gemeinsame Potenzial stimmen Helms optimistisch, dass der gestrige Schritt in die Zukunft richtig ist. mett

 

 

Text und Bild: SVZ, Werner Mett


 

Donnerstag, 15. August 2011


Die Gemeindevertretung der Gemeinde Godern trauert um Ihren langjährigen nach schwerer Krankheit am 13.8.2011 verstorbenen Bürgermeister Klaus Hillmer.

 

Er hat sich in seiner langjährigen Arbeit für die Gemeinde Godern sehr viele Verdienste erworben und in der Gemeinde seine Handschrift hinterlassen.


Wir werden sein Andenken in Ehren halten.


Gemeindevertreter der Gemeinde Godern


 


 

Montag, 29. August 2011

Godern wird zum Ortsteil von Pinnow

Die Richtung war bereits vorgegeben. Jetzt steht fest: Die Goderner machen sich auf den Weg in Richtung Pinnow. Zum Jahreswechsel sollen die beiden Nachbargemeinden verschmelzen. Das rund 330 Einwohner zählende Dorf Godern wird zum Ortsteil der Gemeinde Pin­now (mit derzeit rund 1600 Einwohnern).

Die Goderner Gemeindevertreter um den amtierenden Bürgermeister Hans-Ulrich Helms wollen den bereits ausgehandelten „Gebietsänderungsvertrag" nun am
1. September endgültig verabschieden. Vorher stellten die Kommunalpolitiker das Papier ihren Bürgern vor und ließen sie entscheiden - auf der Einwohnerversammlung am Freitagabend.

Von den mehr als 40 Anwesenden stimmten fast alle für den Vertrag. Es gab keine Gegen­stimme und nur zwei Enthaltungen. Dieses klare Votum bestärkte Helms in seiner Position für den Anschluss als Orts­teil an den großen Nachbarn: „Wir haben das Bestmögliche für Godern ausgehan­delt. Es gibt hierbei keinen Verlierer, son­dern zwei Gewinner." Helms machte nochmals deutlich, dass die kleine Ge­meinde Godern allein keine Überlebens­chance gehabt hätte. Er präsentierte die frischen Zahlen für den Haushaltsansatz 2012. Die erneut geringer werdenden Schlüsselzuweisungen und die wahr­scheinlich steigenden Umlagen hätten schon im kommenden Jahr dazu geführt, dass Godern selbst beim Rückgriff auf das Ersparte die drohende Haushaltslücke nicht hätte schließen können, betonte der amtierende Bürgermeister. Drastische Steuererhöhungen, Zwangsverwaltung oder auch Zwangsanschluss wären die möglichen Folgen, skizzierte Helms. Doch das alles wollten die Gemeindevertreter vermeiden. Deshalb hätten sie bei­zeiten, zu Beginn dieses Jahres, den Fu­sionsweg mit dem unmittelbaren und auch finanziell gut aufgestellten Nach­barn Pinnow beschritten.

 

Wahl des Ortsvorstehers und von Gemeindevertretern im Dezember

 

Der ausgehandelte Vertrag sieht vor, dass Godern mit dem Jahreswechsel zu ei­nem Ortsteil von Pinnow wird. Dennoch bewahrt das Dorf viel von seiner Selbstständigkeit. So soll es einen Goderner Ortsvorsteher geben, der nicht nur der erste und direkte Ansprechpartner für die Einwohner ist, sondern in Godern betreffenden Punkten quasi ein Vetorecht gegenüber der Gemeindevertretung Pinnow hat. Wenn beispielsweise in Godern ein kommunales Grundstück mit mehr als 100 Quadratmetern verkauft werden soll, müssen Gemeindevertretung Pinnow und Ortsvorsteher zustimmen.

 

Der Ortsvorsteher soll am 4. Dezember gewählt werden, ebenso drei Gemeinde­vertreter aus Godern, die bis zur regulären Neuwahl im Jahr 2014 im Pinnower Ge­meindeparlament mitarbeiten. Die Gemeindevertretung Pinnow hat zudem extra ihre drei Ausschüsse vergrößert, damit auch hier die Goderner aktiv mitwirken können, informierte der stellvertretende Bürgermeister Klaus-Michael Glaser auf der Goderner Einwohnerversammlung. Ein Fixpunkte im Vertrag ist das Bekenntnis zur Vereinsarbeit. Diesen wird bis 2014 einer Förderung ihrer Aktivitäten im bisherigen Rahmen garantiert. Die Goderner sollen auch ihre eigene Feuerwehr be- und erhalten. Und das lieb gewonnene Gemeindewappen soll als Symbol weiter­hin genutzt werden. Wichtig zudem: An der Schulstruktur wird nicht gerüttelt. Die Goderner Kinder besuchen die Amts­schulen in Cambs und Leezen. Pinnow ge­hört zum Schulverband Sukow.


Vorteile erhoffen sich die Fusionspartner durch einen geringeren Verwaltungs-aufwand und bessere Kooperationen. So sollen in Zukunft die Pinnower Gemein­dearbeiter den Winterdienst in Godern mit erledigen. Für den nächsten Winter sind die Goderner aber noch vertraglich an eine Firma gebunden. Sichtbar für alle Einwohner werden soll die Fusion durch den Ausbau des Verbindungsweges. Das Innenministerium habe signalisiert, dass es dieses Projekt finan­ziell unterstützen würde, berichtete Helms. Doch die schmale Straße lässt nur die Errichtung von Ausweichbuchten zu. Das ist den Godernern zu wenig. Sie schla­gen vor, dass hier ein Gehweg schon jetzt sinnvoll wäre. Denn die Goderner nutzen diese Straße, um zum Einkaufen, zum Arztbesuch, zur Kita, zu Kirche und Friedhof und zum Nahverkehrsbus nach Pinnow zu gelangen.

 

Klares Votum: Fast alle anwesenden Goderner stimmten für den mit der Nachbar-gemeinde Pinnow ausgehandelten Fusionsplan. Es gab keine Gegenstimme, nur zwei Enthaltungen.

 

Text und Bild: SVZ, Werner Mett


 

Donnerstag, 28. Juli 2011

Einladung zur Einwohnerversammlung

Datum: Freitag, den 19.08.2011

Ort: Feuerwehrhaus Godern, Amselweg 1a

Zeit: 19 Uhr

 

Tagesordnung:

  1. Erläuterung des gemeinsam erarbeiteten Gebietsänderungsvertrages zwischen der Gemeinde Godern und der Gemeinde Pinnow.
  2. Zustimmung der Einwohner über die Eingemeindung unserer Gemeinde gemäß § 11 Abs. 1 KV M-V in die Gemeinde Pinnow.
  3. Sonstiges

Zu jedem Tagesordnungspunkt besteht die Möglichkeit, sich vorab in der Bürgersprechstunde zu informieren. Das Gemeindebüro ist jeden Donnerstag ab 18 Uhr für Sie geöffnet.

 

Ulrich Helms

1. Stellvertretender des Bürgermeisters

 


 

Dienstag, 31. Mai 2011

Sagenhaftes Dorfjubiläum in Godern

An die Legende „Die weiße Frau vom Strauchwerder" erinnert neu aufgestellter Stein
635-Jahr-Feier mit Strand- und Schützenfest verknüpft
 
Was passt besser zu einem Dorfjubiläum als die Erinnerung an eine überliefernde Legende? Das dachten sich auch die Goderner und machten die Enthüllung des Sagensteins an der Straße zwischen Godern und Pinnow zu einem Höhepunkt ihrer 635-Jahr-Feier.

Und wer die Geschichte von der weißen Frau vom Strauchwerder noch nicht kannte, konnte sie am Sonntag hören und sehen. Jana Winter trug sie vor, die Goderner Kinder Loreen, Clemens, Oliver und Johann stellten sie dar. Denn genau an dieser Stelle soll einst eine weiße Frau umhergegangen sein. Drei Goderner verspotteten sie und wurden dafür verflucht.

Diese Geschichte gehört zu den vielen Sagen, die rund um den Pinnower See spielen. Nachzulesen sind diese im Buch „Zwei Kahnschnecken voller Gold" von Erika und Jürgen Borchardt. Das Ehepaar engagiert sich bei der Bewahrung solcher Überlieferungen, ebenso ihre Mitstreiter im Kulturverein Sagenland MV. „Immer mehr Gemeinden unterstützen das", freut sich Jürgen Borchardt. Bei Godern wurde der 53. Sagenstein aufgestellt. Dieser soll nicht nur an die Historie erinnern und Regionalgeschichte lebendig halten, sondern auch in Sachen Tourismus eine zusätzliche Marke setzen.


Bei der Enthüllung des Sagensteins wurde ein Stück Kulturgeschichte lebendig: Jana Winter, Loreen, Johann, Oliver und Clemes trugen die Geschichte von der weißen Frau am Strauchwerder vor.

Adresse Nummer 1 in Sachen Tourismus ist und bleibt in Godern natürlich der Strand. Hier spielte sich am Jubiläumswochenende das meiste Geschehen ab. Das Strand- und Schützenfest wurde für die 635-Jahr-Feier auf Ende Mai vorverlegt. Zwar luden Temperaturen und Wind nicht zum Sprung ins Wasser ein. Doch auf dem kühlen Nass konnten sich die Gäste vergnügen. Es wurde wieder ein Wettkampf mit den Mecklenburger Schwimmschuhen ausgetragen.  Zudem hatte Mario Schulz seinen aufblasbaren Wasserball mitgebracht. Dieser hat einen Durchmesser von 2,6 Metern, selbst Erwachsene können einsteigen und auch so auf dem Wasser laufen. „Der Ball ist schnell gerollt, mir wurde ein bisschen schwindelig", erzählt Eric Mehnke. Der Sechsjährige hielt eine viertel Stunde durch. „Das ist viel. Erwachsene sind meist nach schon zehn Minuten völlig erschöpft", berichtet Mario Schulz. Der Goderner organisierte dieses Spektakel.

So funktionierte es auch an vielen anderen Ständen beim Strand- und Schützenfest: Goderner für Godern war wieder das Motto. Zahlreiche Bürger engagieren sich, um gemeinsam das Dorf zu gestalten und dieses Fest zu bereichern, das hob Hans- Ulrich Helms hervor.

Dieses Engagement wünscht sich der amtierende Bürgermeister auch für die Zukunft. Helms erinnert daran, dass Godern gerade mit der Nachbargemeinde Pinnow über ein Zusammengehen verhandelt. Wegen der immer schlechter werdenden Finanzausstattung sei Godern allein nicht zukunftsfähig.

Doch entschieden ist noch nichts, betont Helms. Wenn der Beitrittsvertrag ausgehandelt ist, gibt es dazu eine Einwohnerversammlung in Godern.

Bilder


 

Die Geschichte von der weißen Frau am Strauchwerder in Bildern:

 

 


Text und Bild: SVZ, Werner Mett
Bildergalerie Zelt: Hans Wisolek
Bildergalerie Sagenstein: Annette Würschnitzer


 

Mittwoch, 25. Mai 2011

Pinnower für Beitritt von Godern

Die Pinnower sind eindeutig für ein Zusammengehen mit ihrer Nachbargemeinde Godern. Auf der Einwohnerversammlung am Mittwochabend im Gemeindehaus votierten die knapp 25 anwesenden Bürger dafür. Gegenstimmen gab es nicht. Das Interesse auf Pinnower Seite schien aber nicht so groß zu sein wie zuvor auf einer Versammlung in Godern. Beide Partner haben von den Bürgern grünes Licht erhalten, um ihre Verhandlungen zum Gebietsänderungsvertrag fortzusetzen. Dieser sieht vor, dass Godern mit rund 350 Einwohnern der Gemeinde Pinnow mit rund 1600 Einwohnern beitritt. Die Gemeinde wird weiterhin Pinnow heißen, Godern wird ein Ortsteil. Bürgermeister bleibt der Pinnower Andreas Zapf. Aus den Reihen der Goderner sind nach der Fusion drei Gemeindevertreter zu wählen, die zukünftig die Pinnower Gemeindevertretung verstärken, sowie ein Ortsvorsteher.

Fragen zum Schulbesuch werden noch geklärt

Der Gebietsänderungsvertrag soll zum 1. Januar 2012 in Kraft treten. In den verbleibenden Monaten müssen, so informierte Pinnows Bürgermeister, weitere rechtliche Fragen geklärt werden. „Wir liegen im Zeitplan." Wichtig ist beiden Partnern der Januar 2012 als Beitrittsdatum auch aus diesem Grund: Mit Beginn des folgenden Jahres werden die Haushalte der Kommunen auf das Doppik System umgestellt. Gemeint ist damit der Buchführungsstil, der als kaufmännische Rechnungslegung in der freien Wirtschaft praktiziert wird. Mit In-Kraft-Treten der Fusion muss dann nur noch ein Haushalt aufgestellt werden.

In den allermeisten Punkten seien sich die Partner schon einig, erklärte Zapf. Einigen müsse man sich noch in der Schul-Frage. Die Pinnower Grundschüler besuchen die Schule in Sukow, Amtsbereich Banzkow. Die Gemeinde Pinnow gehört dem Schulverband Sukow an und bringt sich dort finanziell ein. Goderns Grundschüler besuchen die Ori-Schule in Leezen, die in Trägerschaft des Amtes Ostufer Schweriner See ist. Demzufolge beteiligt sich Godern an den Kosten für die Amtsschule in Leezen. Die Vorstellungen gehen dahin, dass die Gemeinde Pinnow nach der Fusion diese Verpflichtungen für Godern übernimmt, so dass die Kinder weiterhin in Leezen unterrichtet werden können.

Weniger problematisch werde es wohl mit der Regelung der Hundesteuer, meinte Andreas Zapf. Die Gebühren sind in beiden Kommunen unterschiedlich hoch, müssen daher angeglichen werden. Pinnower zahlen für den ersten Hund 30 Euro, in Godern sind es 15 Euro. „Wir haben uns davon leiten lassen, dass gerade ältere Einwohner einen Hund halten, da sollten die finanziellen Belastungen nicht so hoch sein", sagte Hans-Ulrich Helms, stellvertretender Bürgermeister von Godern, der an der Einwohnerversammlung teilnahm.

Gewerbesteuer und Grundsteuer A sind in beiden Gemeinden gleich hoch. Die Grundsteuer B (Grundstückssteuer) betragt in Godern 320 Euro, in Pinnow 300 Euro - hier muss angepasst werden.


Auf der Einwohnerversammlung wollten Pinnower unter anderem wissen, ob es in Godern noch größere Bauvorhaben gibt. Helms: Es sind noch zwölf Bauplätze vorhanden, diese sind bereits verge- ben. Als Lückenbebauung sind fünf Häuser geplant. Festhalten möchte Godern an der geplanten Errichtung eines Pflegeheimes für Alzheimer- und Demenzkranke. Wichtig ist den Goderner außerdem der Umbau ihres Feuerwehrhauses. Hier soll Platz geschaffen werden für die Beratungen. Die Räume im Gemeindehaus, in dem derzeit noch getagt wird, werden vermietet.

Beide Feuerwehren bleiben erhalten

Beim Thema Feuerwehr sind sich beide Kommunen einig: Jedes Dorf behält seine Wehr. Was die Ausbildung betriff, so Zapf, werde eine enge Zusammenarbeit angestrebt. Einsparpotenzial sieht der Pinnower beim Winterdienst. In Pinnow sind die Gemeindearbeiter dafür zuständig, in Godern wurde bislang immer eine Fremdfirma damit beauftragt, denn hier gibt es keinen Gemeindearbeiter. Diskutiert wurde auch über den Verbindungsweg zwischen Pinnow und Godern, der in keinem guten Zustand ist. Die Straße soll ausgebessert werden und möglichst Ausweichstellen für Pkw erhalten, informierte Zapf. Ein Radweg aber, auf dem zum Beispiel Pinnower zum Strand nach Godern fahren könnten, sei hier nicht vorgesehen. Dazu reiche der Platz nicht aus. Und auch die Brücke, die beide Orte verbindet, könne nicht abgerissen und verbreitert werden, wie es einige wünschen. Sie ist vor Jahren mit Fördermitteln gebaut worden, diese müssten dann zurückgezahlt werden, so Zapf. Die kleine Holzbrücke sei eine Fehlkonstruktion, aber daran könne man derzeit nichts ändern. Ein Neubau würde bis zu 300 000 Euro kosten und ist daher aus finanziellen Gründen nicht realisierbar.

Finanzielle Gründe sind es auch, die Godern dazu brachten, Fusionsgespräche mit Pinnow aufzunehmen. Bei sinkenden Einnahmen (weniger Schlüsselzuweisungen) und steigenden Ausgaben (Stadt-Umland-Umlage) sei es schwierig geworden, die kommunalen Aufgaben zu meistern. Wenn Godern selbstständig bleibt, drohen zudem weitere Einschnitte: Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern erhalten ab 2012 pauschal weniger Geld vom Land. Ein Zusammenschluss mit Pinnow sei daher eine sinnvolle Lösung, begründete der stellvertretende Bürgermeister Hans-Ulrich Helms. Zumal es Gemeinsamkeiten gibt: Beide Dörfer liegen am Pinnower See und gehören zu einer Kirchgemeinde. Pinnow halt zudem wichtige Einrichtungen wie Kindergarten, Einkaufsstatte und Arztpraxis vor. Aber auch Godern müsse sich nicht verstecken, so Helms.

Bevor der endgültige Gebietsänderungsvertrag unterschrieben wird, so Hans-Ulrich Helms, findet noch im ersten l-halbjahr eine weitere Einwohnerversammlung in Godern statt. Dort soll dann abschleifend über den ausgehandelten Vertrag informiert werden.


 

Text: SVZ, Heidrun Pätzold


 

 

Samstag, 2. April 2011

Godern orientiert sich nach Pinnow

Auf Einwohnerversammlung am Donnerstagabend bekundete die Mehrheit Zustimmung zu Fusionsgespräche mit der Nachbargemeinde.

Über drei Schwerpunktthemen berieten die Goderner auf ihrer Einwoh­nerversammlung am Donnerstagabend in ihrem Feuerwehrhaus: Es ging urn den Frühjahrsputz am 16. April, um die 635- Jahrfeier am letzten Maiwochenende und um die Aufnahme von Fusionsgesprächen mit der Nachbargemeinde Pinnow. Über Letzteres diskutierten die rund 50 anwesenden Goderner sehr ausführlich.
Hans-Ulrich Helms, erster Stellvertreter des Bürgermeisters von Godern, hatte eingangs informiert, dass die Gemeinde immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Und das auch wegen des Finanzausgleichsgesetzes. Das beschert allen Gemeinden mit einer Einwohnerzahl unter 500 künftig fünf Prozent weniger Zuweisungen im Jahr. Das sind für Godern, das Dorf zählt gerade mal 332 Einwohner, immerhin 20 000 Euro. Helms: „VVir sind an unsere finanzielle Grenze gestoßen. Wenn wir jetzt nicht in irgendeiner Form reagieren, ist unsere Gemeinde im nächsten Jahr pleite. Schon für das laufende Jahr können wir keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen." 87 Prozent des Gemeindehaushalts dienen dazu, die Pflichtaufgaben und einige freiwillige Leistungen zu begleichen. Nur 13 Prozent des Gesamtbudgets können zur weiteren Gestaltung des Dorfes eingesetzt werden. Die für dieses Jahr geplanten Investitionen seien aber noch abgesichert. Das betrifft zum einen die Umgestaltung des Feuerwehrhauses. Es soll einen barriere freier Zugang erhalten. Denn künftig soll das Gemeindebüro mit Sitzungsraum hier untergebracht werden. Noch befinden sich die Räume im Gemeindehaus. Hier soll aber die untere Etage leergezogen werden, die Räume könnten vermietet werden, um Geld in die Gemeindekasse zu kriegen. Die Schweriner Straße soll einen kombinierten Geh- und Radweg erhalten. Dafür hat Godern Eigenmittel eingeplant. Die Gemeinde warte aber schon drei Jahre darauf, dass Fördermittel fließen. Denn ohne diese geht es nicht.

Erste Verhandlungsrunde am Montag

Die Gemeindevertreter haben bereits erste Vorgespräche mit Nachbarkommunen geführt, so unter anderem mit Raben Steinfeld, Gneven und Pinnow. Dabei habe sich herausgestellt, dass es die größten Schnittstellen mit der Gemeinde Pinnow gibt. Beide liegen am Pinnower See und gehören zu einer Kirchgemeinde. Pinnow halte wichtige Einrichtungen wie Kindergarten, Einkaufsstätte und Arztpraxis vor.
Das Altenheim des Diakoniewerkes steht kurz vor der Fertigstellung. Alles in allem, so Helms, sei Pinnow keine schlechte Wahl. Mehrere Einwohner fragten nach, ob eine Fusion tatsachlich unumgänglich ist. Schließlich fühlen sie sich als Goderner.

Werde Godern bei einem Zusammengehen mit der Nachbargemeinde nicht untergebuttert? Könnte es zu einer Zwangseingemeindung kommen? All diese Fragen tauchten auf. Helms erläuterte immer wieder die wirtschaftliche Situation der Gemeinde, betonte aber auch, dass die Gemeindevertreter keinesfalls ohne Unterstützung ihrer Einwohner verhandeln werde. Und dass Godern in einer größer werdenden Gemeinde nicht untergehe, dafür wolle man im Vorfeld mit Pinnow über konkrete Anliegen verhandeln. Denn auf Ortsschilder mit dem Namen Godern oder auf die Vereins- und Seniorenarbeit lege man weiterhin großen Wert. Um selbst entscheiden zu können mit welchem Partner Godern eine Gemeindehochzeit eingehen will, müsse aber jetzt gehandelt werden, so Helms.

Klaus-Michael Glaser, stellvertretender Bürgermeister von Pinnow, informierte, dass es bereits ein Eckpunktepapier gebe. Die Gemeinden haben erste Vorschlage gesammelt, die Godern wich­tig erscheinen: von Investitionen bis Ver­einsarbeit und Wahrung des Gemeindevermögens. Am Montag werde eine Verhandlungsgruppe erstmals zusammenkommen und beraten. Glaser, Jurist beim Städte- und Gemeindetag M-V, informierte zudem über Grundsätzliches, was bei Fusionen bedacht werden sollte.

Der Raben Steinfelder Bürgermeister Horst-Dieter Kobi, Gast der Einwohnerversammlung, brachte seine Gemeinde als Fusions-Partner ins Spiel. Wir drängen uns nicht auf, aber wir stehen einer Fusion positiv gegenüber." Aus seiner Sicht würde ein Verbund mit Godern, Gneven und Raben Steinfeld Sinn machen. Alle drei Gemeinden liegen an der Kreisstraße.

Als Hans-Ulrich Helms abschließend fragte, ob die Mehrheit für die Aufnahme von konkreten Verhandlungen mit Pinnow ist, gab es eine große Zustimmung. Verlaufen die Verhandlungen zur Zufrie­denheit beider Partner, steht einer Fu­sion nichts im Wege, unterstrich Helms, der den schwer erkrankten Bürgermeis­ter Klaus Hillmer vertritt. Die Fusion könnte zum 1. Januar 2012 in Kraft tretten

 

Text: SVZ, Heidrun Pätzold


 

Freitag, 25. März 2011

Ehrung unter dem Motto „Goderner für Godern“ zum Frauentag

Clara Zetkin wäre stolz auf Godern und seine Frauen, auch 100 Jahre später. Für sie bereitete die Freiwillige Feuerwehr des Dorfes gemeinsam mit der Gemeindevertretung einen würdigen und stimmungsvollen Abend. Der 1. Stellvertreter des Bürgermeisters Hans-Ulrich Helms ließ es sich nicht nehmen, die weiblichen Mitglieder mit je einer Rose und netten Worten an diesem Tag zu ehren.
Natürlich ist Godern ohne seine vielen hilfsbereiten Frauen nicht denkbar, die zu allen Anlässen des Dorflebens immer mit großem Einsatz dabei sind. Auch an diesem Tag waren sehr viele Frauen des Dorfes der Einladung gefolgt, manch eine Dame kam vielleicht zum ersten Mal…egal, leid getan hat es ihr bestimmt nicht, denn es wurden nette unterhaltsame Stunden. Einen großen Beitrag dazu leistete der Lübstorfer Drehorgelspieler Herr Niemann. Ihm zur Seite standen die Eheleute Frau und Herr Bremer, die durch stimmungsvolle Humoreinlagen die Lachmuskeln aller strapazierten. So wurde ein Abend organisiert, der mit viel Mühe vorbereitet, lange Zeit in guter Erinnerung bleiben wird. Vielen Dank den vielen fleißigen Helfern, ohne die es nun mal nicht funktioniert.

Hans-Ulrich Helms,
1. Stellvertreter des Bürgermeisters




Bild: Helmut Schaber


 

Dienstag, 15. März 2011

Einwohnerversammlung findet am 31. März statt

Die Einwohnerversammlung für Godern und Neu Godern findet am 31. März statt.
Der Termin am 24.3.2011 entfällt.

 

Ort: Feuerwehrhaus Godern

Zeit: 19 Uhr

 

Themen:

• Frühjahrsputz
• 635 Jahr-Feier der Gemeinde Godern mit Strand- und Schützenfest
• Informationen zum Thema Gemeindefusionen mit Pinnow

 



 

 

Montag, 7. Februar 2011

Buslinie 100 startet bereits am 1. März in die Saison 2011

Der Start der Buslinie 100 wird um acht Wochen vorgezogen, damit kommen wir vielen Anwohnern und den Wünschen des Klinikums Leezen entgegen.

Der Rundkurs vom Hbf Schwerin fährt bereits ab 1.3.2011:
Montag-Sonntag 10.30 Uhr,
Samstag und Sonntag 14.30 Uhr und 16.16 Uhr

Ab 1.5.2011 bis 3.10.2011:
zusätzlich Montag-Freitag 14.30 Uhr und 16.16 Uhr

Damit können Nichtautobesitzer unseres Amtsbereichs günstig nach Schwerin und zurück kommen. Für Besucher des Klinikums ist ebenfalls eine günstige Anfahrt und eine Rückfahrt zum Hbf. SN mit den Linie 103 und 104 in Kombination mit der Linie 100 möglich. Unsere Urlaubsgäste haben in der Saison drei Fahrten der Rundtour. Für Besuche unserer Tourismusattraktionen, Gaststätten und Wanderziele ist genügend Zeit vorhanden. Sie werden wie immer über Tonband und ausführliche Informationen der Fahrer auf unsere schöne Umgebung aufmerksam gemacht.

Text: Rackwitz


 

Montag, 31. Januar 2011

Unser Dorf braucht neue Einnahmequellen

Aus der Rede des stellvertretenden Bürgermeisters Hans-Ulrich Helms

Das vergangene Jahr 2010 können wir mit einer gewissen Zufriedenheit als ein erfolgreiches bezeichnen. Ein Zufall oder eine Selbstverständlichkeit ist das nicht: Es konnte nur ein gutes Jahr werden, weil es in unserem Dorf immer noch viele fleißige, uneigennützige Menschen gibt, die immer wieder bereit sind zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.

Zu erwähnen wären hier viele Unternehmer in unserer Gemeinde, alle Vereine, unsere Freiwillige Feuerwehr, die Seniorenbetreuerinnen, die Jagdgenossenschaft und unserem Pastor Tom Ogilvie für die monatliche kirchliche Betreuung unserer Einwohner in Godern. Ihnen, auch so manch einem Nichtgenannten, gilt im Namen der Gemeindevertretung unser großer Dank, denn ohne sie wäre ein Sichwohlfühlen in Godern nicht denkbar.

Immer wieder sind unsere Einwohner zur Bereitstellung von freiwilligen Leistungen wegen fehlender finanzieller Mittel bereit, wenn sie gebraucht werden. Die bedrohliche finanzielle Entwicklung unserer Kommunen wird hauptsächlich verursacht durch:


• Auslaufen des Solidarpaktes – 8 % weniger Schlüsselzuweisung.
• Gemeinden unter 500 Einwohnern zahlen 5 % Stadtumlandabgabe
• Streichung der Sonderbedarfszuweisung durch das Innenministerium für   Gemeinden unter 500  Einwohner. Bei Fusionierung mit anderen Gemeinden ist   Förderung von Einzel- oder gemeinsamer Projekte möglich
• Die Erhöhung der Kreisumlage 2011 um 5% auf 46%, (schon jetzt entspricht die   Summe 100 000 Euro) da reicht unsere Schlüsselzuweisung nicht mehr!
• Altfehlbetragsumlage, sprich Schulden von Parchim und Ludwigslust, kommen   nach der Kreisgebietsreform plus 3% auf uns zurück.
• Die Amtsumlage Ostufer erhöht sich um 1%,so liegen wir in absehbarer Zeit bei   Mindereinnahmen von 22%.

 

Hinzu kommen unkalkulierte Zuschüsse für die Schulumlage und Kindergärten. Als ob das nicht schon genug wäre, kommt die Einführung des Abrechnungs-systems namens „Doppic“ hinzu. Das bedeutet für alle Gemeinden, Vermögen nach Nutzungsdauer abzuschreiben (Pflicht aller Betriebe). Mehr Rücklagen bilden für Ersatzinvestitionen wie Häuser, Straßen, Straßenbeleuchtung, Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr usw.

 

Seit einem Jahr stellen wir uns dieser Herausforderung – z. B. durch Pachtangleichung, das Gemeindehaus freiräumen und vermieten. Dazu wurde ein Projekt von Gottfried Michael (Ing.-Büro Schwerin) erarbeitet und Förderung beantragt. Hierbei handelt es sich um die Projektierungsrichtung der teilweisen Umgestaltung des Feuerwehrhauses zum Gemeindezentrum Godern mit barrierefreiem Zugang und mit Behinderten-WC.

Die Einstufung  auf Förderfähigkeit durch die Parchimer Fachbehörde ist genehmigt. Der Umzug in unser Feuerwehrhaus soll 2011 bis 2012 erfolgen. Außerdem ist es die Aufgabe unserer Gemeinde für 2011, Maßnahmen gegen den völlig unterfinanzierten Haushalt durchzusetzen (z. Zt.ca. 34 000 Euro). Alle Investitionen sind so anzulegen, dass mittelfristig über die finanzielle Deckung hinaus die Rücklage erhöht wird, z. B.:

 

• Pachtangleichung, sofern noch nicht erfolgt, bei allen Pachtverträgen

• Gemeindeeigentum ist mindestens kostenneutral, besser gewinnbringend zu    vermarkten.

• Eigenheimbau vorantreiben, um Einwohnerzahl/Einkommenssteuer u.   Schlüsselzuweisung zu erhöhen.

• Die Investition eines Pflegeheimes vorantreiben, um Infrastruktur und   Versorgungsangebote zu verbessern.
• Auslaufende Dienstleistungsverträge für unsere Gemeinde sind auch mit   Kooperationsangeboten anderer Gemeinden abzugleichen, gegebenenfalls   abzuschließen.

 

Um dem drohenden Finanzkollaps unserer Kommune zu entkommen, sind auch Beispiele anderer Kommunen mit Hinweisen darauf mit unserer Kämmerin Frau Frohnert abzuwägen. Die Fusionierung mit anderen Gemeinden sollte dabei auf die Tagesordnung gesetzt werden, z.B. Gneven-Godern-Langen Brütz-Pinnow wäre denkbar.

 

Im Zusammenhang der bevorstehenden Haushaltsdiskussion 2011 werden wir gemeinsam Vorkehrungen treffen, die eine finanzielle Sicherstellung auch zukünftig ermöglichen.

 

Für all die vor uns stehenden Aufgaben im neuen Jahr wünschen wir uns Gesundheit und viel Schaffenskraft.
                                                                          

Die Gäste zum Neujahrsempfang betrachteten mit großem Interesse die Bilder des Fotografen Johann Wesolek, der das Dorf bei vielen Anlässen und Gelegenheiten trotz seines hohe Alters für sich und seine Mitbürger dokumentiert.  


Text: Auszug aus der Rede des stellvertretenden Bürgermeisters Hans-Ulrich Helms, zusammengefasst von Helmut Schaber
Bild:Helmut Schaber